Mittwoch, 2. August

Erst hatte ich kein Glück und dann kam auch noch Pech dazu

Irgendwie habe ich das Gefühl, dieser Monat soll nicht meiner sein. Eigentlich ist ja gestern den ganzen Tag nichts passiert. Aber dann, um sieben Uhr ging es los. Ich brach auf, um einen Bekannten zu besuchen. 100m vor meiner Wohnung fiel mir auf, dass ich mein Portemonnaie (welch Ironie fällt mir da auf, seit gestern heißt das Ding dann auch noch Portmonee) zu Hause vergessen habe. Was soll's, dachte ich mir, mein Semesterticket werde ich heute sowieso nicht mehr brauchen. Welch Trugschluss! Da saß ich nun in der Tram und fuhr ganz unbelangt bis zum Hauptbahnhof, eine Station später wollte ich aussteigen. Dazu kam es dann auch, aber leider stieg ich nicht alleine aus, sondern in Begleitung eines Kontrolletis. Der war aber eigentlich noch ganz nett, schnickte er mir doch eine Wespe vom Hals. Ein wenig angefressen verbrachte ich den Abend und fuhr am Abend wieder mit der Tram nach Hause. Aber was musste ich auf dem Heimweg erblicken. Genau, einen Ticketknipser. Er war zwar in Begleitung meines Helfers ein paar Stunden vorher, hatte aber trotzdem kein Erbarmen. Damit war der Tag erstmal gelaufen (war ja auch schon spät genug). Heute morgen bin ich dann frohen Mutes aufgestanden, um mein Semesterticket bei der VAG vorzuzeigen um meine Strafe auf 2x (ich hoffte vielleicht auch 1x) 5€ zu reduzieren. Ich holte also mein Fahrrad aus dem Schuppen und fuhr los. Und dann fiel ich vom Rad. Einfach so! Ich fuhr wie schon hunderte Male die Rechtskurve aus unserem Hof heraus, heute wie desöfteren mit einer Hand am Lenker. Ja, und jetzt habe ich eine Schürfwunde am Arm und eine Rippenprellung. Endlich bei der VAG erfuhr ich dann nicht nur, dass ich wirklich zweimal bestraft werde für einmal Portemonnaie vergessen, sondern dass seit gestern die Gebühr dafür von 5€ auf 7€ erhöht worden ist. 14€ weg! Einfach so! Ich bilde mir jetzt ein, dass ich gestern einen tollen, lustigen Abend hatte und 14€ versoffen habe. Klappt leider nicht so ganz. Bis jetzt ist nichts weiters geschehen, aber ich habe das Haus seitdem auch nicht mehr verlassen.

Morgen fahre ich in Urlaub. Hoffentlich ist mir mein Glück im Osten wohlgesonnener.

Und dann ist natürlich auch noch die Revolution in Gefahr.

castro

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